Lilo Münch,

Dipl. Ing. Architektin, studierte an den Kunstakademien Stuttgart und Düsseldorf. Seit 1982 plant und baut sie, zunächst in renommierten Architekturbüros in Deutschland und der Schweiz, seit 1993 im eigenen Büro in Berlin und Freiburg im Breisgau, seit 2012 in Basel. Schwerpunkte sind Innenraum- und Objektplanungen im Bestand sowie Areal- und Siedlungsplanungen. Sie unterrichtete Architekturentwurf an der ETH Zürich (1990 – 1993) und Städtebau am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin (1993 – 1998). Beim Amt für Raumplanung des Kantons Basel-Landschaft trug sie in beratender und prüfender Funktion Verantwortung für die Qualität von Bauvorhaben in historisch bedeutenden Ortskernen.

„Müssen Parkhäuser hässlich sein?” 1985 (damals war das tatsächlich noch so) stellt sich Lilo Münch diese Frage, nicht ahnend, bei der Suche nach einer Antwort ein brachliegendes Feld zu betreten, das sie bis heute „beackert“. Geprägt von Oswald Matthias Ungers, einem ihrer Lehrer, der die Geschichtskenntnis als Voraussetzung betrachtet, um für die Zukunft planen zu können, erforscht sie nach und nach die gesamte, unerwartet schillernde Geschichte des „Garagenwesens“. Sie gründet 2005 das parkinglab, zunächst experimentelles Labor und Ideenschmiede, inzwischen, mit umfassenden Wissen um heutige Entwicklungen im In- und Ausland und künftige Anforderungen, ein anwendungsorientiertes Unternehmen.

Zusammen mit Ihrem Experten-Netzwerk verbindet sie die Disziplinen, die Parkraum und damit die gebaute Umwelt formen und findet Antworten auf die Fragen von heute und morgen – die sich von denen von 1985 durchaus unterscheiden.

Lilo Münch stellte ihre Architektur- und Städtebauprojekte u.a. in der Aedes-Galerie Berlin, dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt/Main und zur Biennale Venedig aus. Zum Thema Parkraum hält sie Vorträge und publiziert in der Fach- und Tagespresse. Sie ist Mitglied in Berufsverbänden in Deutschland und der Schweiz.